LEINEN LOS: DIE PAPIERBOOTREGATTA 2026 AM LIPPESEE
Es gehört inzwischen fest zum Salvator Kolleg wie die Sommerferien selbst: die Papierbootregatta. Auch in diesem Jahr haben unsere Schüler der Salvator Kolleg Schule wochenlang geplant, gezeichnet, geschnitten und geklebt – aus nichts als Papier, Pappe und Tapetenkleister sind wieder Boote entstanden, mit denen es am Lippesee in Sande zur Wette ging.
Wochenlang in der Werft statt im Klassenzimmer
Was auf den ersten Blick nach einem lustigen Sommerausflug aussieht, ist weit mehr als das: Die Papierbootregatta ist festes Unterrichtsprojekt der Salvator Kolleg Schule. Schon Wochen vor dem großen Renntag verwandelten sich Klassenräume in Werkstätten. Geplant, gezeichnet und berechnet wurde im Unterricht – am Ende musste jedes Boot nicht nur gut aussehen, sondern tatsächlich schwimmen. Das braucht Teamgeist, Geduld und ziemlich viel Kleister.
Der Ideenreichtum war in diesem Jahr wieder beeindruckend: Ein überdimensionaler 100-Euro-Schein schwamm neben einem Stück Mauer über den See, ein Katamaran maß sich mit einem klassischen Drachenboot, und auch Popkultur und Kinderbuch-Klassiker waren vertreten – mit einem Michael-Jackson-„Beat it“-Boot, einem Pizza-Boot und „Emma“, der Lokomotive aus Jim Knopf. So bunt und unterschiedlich wie die Ideen der Schüler war am Ende auch die Flotte auf dem Wasser.
Der große Tag am See
Am Renntag selbst hieß es dann: Leinen los! Unter den Augen zahlreicher Zuschauerinnen und Zuschauer und mit Rettungsschwimmern zur Absicherung gingen die selbstgebauten Boote zu zweit oder allein besetzt an den Start. Auf einer kurzen Strecke am Ufer des Lippesees zeigte sich dann, welche Konstruktion wirklich seetüchtig war – tatsächlich kamen alle Boote sicher ins Ziel.
Genau das macht den besonderen Reiz der Regatta aus: Oft erreicht nicht jedes Boot das Ziel trockenen Fußes, und auch ein unfreiwilliges Bad im See kann dazugehören. Mit viel Humor nehmen die Teams das – Applaus und Gelächter am Ufer sind ihnen sicher, ob nun beim Zieleinlauf oder beim spektakulären Untergang.
Prämiert wurde auch in diesem Jahr nicht nur das schnellste Boot – auch der Bau selbst wurde gewürdigt: Eine eigene Kategorie zeichnete das am schönsten gestaltete Boot aus. So hatten am Ende nicht nur die schnellsten, sondern auch die kreativsten und fleißigsten Konstrukteure ihren Moment zum Strahlen.
Die Papierbootregatta zeigt jedes Jahr aufs Neue, was möglich ist, wenn junge Menschen mit Kopf, Herz und Hand an einer gemeinsamen Sache arbeiten. Aus einfachen Materialien wird über Wochen ein eigenes kleines Projekt, auf das die Beteiligten zu Recht stolz sein können – ganz gleich, ob das Boot am Ende die Ziellinie erreicht oder nicht.
Wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Regatta!
































